wirkt nachhaltig:

17 August 2016

Herzlichen Willkommen im Behandlungszimmer
Jeder Informationsaustausch hat einen Zweck und selbiger kann sich sowohl mit einem Ziel, als auch mit einem Sinn beschreiben. Eine etwaige Ausrichtung auf das Erreichen eines vermeintlichen Zieles im Informationsaustausch ist nicht alles und es sei gestattet zu fragen, ob man eine Speise denn nur äße um satt zu werden, oder auch um sich dem Leben dankbar zu erzeigen, indem man das Essen beispielsweise wertzuschätzen versteht und der Erde mit dem was man ist zu danken vermag.
So ist es vielmehr der Weg den die Kommunikation beschreibt, sowie das in diesem Zuge miteinander geteilte Verständnis, das erst den Sinn der Kommunikation im Sinne des Teilens menschlicher Erfahrungs- und Bedeutungswelten verwirklicht und das umfängliche Wesen eines Menschen dankbar wertzuschätzen lässt.
Weiterhin sei dieses Verständnis für jede individuelle Kommunikationspartnerschaft stets auf eine förderliche Weise gewahrt, indem alle beteiligten Kommunikationspartner ihren Umstände und Möglichkeiten gemäß in ihrem „Rahmen“ blieben und keiner einen anderen aus dem Rahmen hinaustreibt, welcher sich gegenseitig wohl oft nur im Dunkeln ertasten ließe. Auch etwaige Verallgemeinerungen bzw. „allgemeingültige“ Erfahrungen die sich hypothetisch aus dem gesellschaftlichen „Alltag“ ableiten ließen, seien vielleicht nur desshalb einmal von einem der Kommunikationspartner angeführt, um im direkten und augenblicklichen Kontakt zu erkennen, dass es um eben dieses jetzt und hier und miteinander ginge, das sich auch frei von starren und angenommenen Gedankenkonstrukten entfalten könne und im Sinne des menschlichen Herzen müsse. So ist der sich findende und ertastende Sinn vielleicht auch oft verdeckt und inmitten vieler scheinbar naheliegender Ziele darin zu finden, das man sich gegenseitig mit einschränkenden Bedeutungen konfrontiert, von denen man insgeheim hofft –oder nur hoffen kann- das sie sich klärten. Vielleicht sei diesbezüglich gar zu erkennen, das je stärker und aggresiver jemand seine Bedeutungen verständlich zu machen bestrebt wäre, desto lauter sei der Hilferuf nach Harmonisierung mitgeteilt und desto eindringlicher ließe sich die Symptomatik erkennen.
Weiterhin eine kurze Anmerkung zu der kommunikativen Atmosphäre dieses Behandlungszimmers: Sofern man sich vornehmlich auf eine impulsgebende; sprich mitteilende Perspektive konzentriert bzw. diese nur meint zu erkennen, nähme man sich wohl die Möglichkeit die Angelegenheit der Kommunikation umfassender und harmonisierter zu verstehen. Vorgenanntes Verständnis sei jedoch zuträglich um sich als sinnverständlicher Kommunikator weiterzuentwickeln, statt als Art zielgerichteter Sendereinheit im Camouflage der selbstgeschriebenen Geschichtsbücher und Kriegserzählungen die Welt zu beschallen, wobei sich wohl bestenfalls auf ein Echo hoffen ließe, das niemals mehr zu geben vermag als den zuvor ausgestrahlten Schall inmitten des eigenen kommunikativen Walles.
So sei die Frage erlaubt wie sich wohl eine nachhaltige Medizin anzurühren vermag, die die kommunikative Patientin bzw. den kommunikativen Patienten – die oder der derweil vielleicht noch als zielprogrammierte Drohne in der Welt herum(schw)irrt -, wieder auf jenen Sinn der Angelegenheit zurückzuführen vermag bzw. wie man es sich selbst ermöglicht jenes wiederzuerkennen, denn es sei gesagt das in unserem Behandlungszimmer oftmals kein Licht zur Verfügung steht (kein Geld für Strom; aber bleibt ruhig hier denn das Erarbeiten wir uns im Folgenden mit viel Herzblut).
Doch eine abschließende Anmerkung bevor wir uns zu bessern bestreben: Die Behandlung wäre derart, das sich die Medizin nicht einnähme weil irgendeine Heilung erwartet sei, sondern weil die (Aussicht auf) Einnahme der Medizin bereits jene Dankbarkeit und Wertschätzung für das Leben hervorbringt; womit sich durch Vergessen einer Heilungserwartung auch der Grund für selbige vergäße. Ahhh….lassen sich bereits die ersten WOWs hören? Ja tatsächlich; dort auf den hinteren Plätzen. Grandios!
Bemühen wir uns nun aber ersteinmal unserer alchemistischen Kentnisse und machen uns im umliegenden Wald achtsam auf die Suche geeigneter Subtanzen für die Medikation.

Substanz 1: Ist einfach was sich selbst einfach bezeichnet?
Es sei wohl ein einseitiger Irrglaube anzunehmen, die Übertragung von persönlichen Informationen wäre auf jenen Wegen die sich schnell bzw. effizient bezeichnen ließen, auch stets schnell und effizient wirkend. Ferner sei verstanden, das eine auf den ersten Blick vielleicht einfach und schnell verstandene Art des Informationsaustausches, eben nur von den Begriffen derart beschrieben und geglaubt wäre. Doch stellt sich durch die Bezeichnung eines Sachverhaltes, der Sachverhalt wirklich ein bzw. dar? Oder verbleibt unter den vielen verwobenen Ursache- und Wirkketten nicht vielmehr der begriffliche Schein, weil die Vorstellung von schnell und einfach sich einfach mal schnell selbst überholt hat?
Zudem kann die Empfindungsebene einmal betrachtet werden: Strebt etwas das schnell und einfach empfunden wäre, nicht oftmals zu unachtsamer und gleichgültiger, weil automatisierter Behandlung und wird so oft nur als Handlungsware für ein etwaiges merkmalsbezogenes Ziel angesehen?
So scheint sich etwas auf der Landkarte der Welt vielleicht am schnellsten und einfachsten von hier nach da zu begehen, doch das verwirklichte Gehen eines Menschen auf dem gebietsmäßigen Weg führt auf jener nur theoretisch gezeichneten Route, praktisch nicht unbedingt und sicher zum Ziel, sondern tendiert zu vorherigen Irrwegen aus den man in der Praxis (und im Behandlungszimmer) solange lerne, bis man den Weg zu verstehen glaubt und die Bedeutungen der Welt mit seinen Vorstellungen zu deuten kennt.
Letztes gilt beispielsweise auch in Verbindung mit einem Verständnis bei dem sich viele einfach geglaubte Informationen schnell aufeinanderschichten, ohne dabei zu erkennen das die Bedeutung des einfachen, nur für den einzelnen Informationsteil gilt, nicht aber für den aufeinandergestapelten Informationskomplex, der auf einen darin befindlichen Informationsteil einwirkt. So zeichnet sich die Landkarte also fortwährend mit einer Feder die einfach und schnell ihre Punkte und Striche setzt und es derart sieht, während der Fuß seine Schritte im Gebiet über Stock und Stein eines aufgetürmten Gebiergsstriches setzt. Tüten wir also das Wurzelverständnis der Begriffe in das Subtanzensäckle das uns daran erinnern könne das der Begriff erlernte Bedeutungen beinhaltet und das wir uns im Wartezimmer bitte selbst aussuchen dürften was wir annähmen.

Substanz 2: Die richtige Lösung
Etwaige Argumentationen die sich einer Patientin oder einem Patienten im Rahmen einer Kommunikation vielleicht auflüden, indem von weiterführenden Prozessen und derlei berichtet wäre, die es scheinbar offenkundig notwendig machten diese oder jene Information, auf diese oder jene Weise zu übertragen, können vielleicht akkustisch verstanden werden, aber es wäre sehr wohl zu überlegen, wie man sich in jene Dinge hineindenke und sie miteinander auf den Maritzen-Matrazen beratschlage. Die Lösung einer Kommunikation kann sich zwischen den Kommunikationspartner ergeben, aber ein Abschweifen eines Partners in Gebiete seiner weiteren Partnerschaften tendiert wohl eher dazu, das augenblickliche Hier und Jetzt von dem was mit Lösung bewirkt werden kann – eben weil es „da ist“ - aus dem Blick zu verlieren und so nicht mehr „da sein“ zu lassen. Auf die Impulse die einen Kommunikationspartner vielleicht abschweifen ließen ginge der von dem Abschweifen gestreifte verständnisvoll ein; aber wohl angeraten substanziell über das Gegenwärtige hier und jetzt, indem man mit einer erkennbar werdend klaren und unzweifelhaften Lösung der augenblicklich lösbaren Angelegenheit, indirekte Hilfestellung für die erkennbar fortführenden Symptome zu verschreiben fähig wäre. Das meint: die direkten Fragen zwischen den augenblicklichen Kommunikationspartnern ließen für beide eine Lösung und ein Verfahren ableiten, mit denen sie sich gegenseitig indirekt dazu verhielfen ihre weiteren Partnerschaften heilsam zu bewirken, ohne das sie dabei ineinander eingriffen und sich in Bereiche ausserhalb ihrers lösbaren Wirkbereiches begäben. Jeder Kommunikationspartner erhält so ein Verständnis sich selbst helfen zu können, sich selbst zu verstehen und zudem die Fähigkeit verständnisvoll im hier und jetzt zu sein, während man dabei den Partnern und den Partnerinnen auf eine indirekte Art helfe, die jene selbst annähmen und sich selbst direkt verschrieben, ohne dabei in etwaige Abhängigkeiten zu geraten. So verwirklicht sich zweierlei: Einmal das Miteinander aus dem menschlichen Wesen der Liebe und des Erhaltes heraus, sowie das erwachsene Selbstverständnis das die Liebe und der Erhalt nicht an Abhängikeiten und daraus vielleicht resultierende Ängsten und derlei geknüpft wäre, sondern das jenes vielmehr frei und mündig die Welt bestimmt; denn die derartige Bestimmung scheint der einzig richtige und der bestimmt angestammte Platz der Liebe und des Erhaltes zu sein. Somit sei also die zweite Substanz im Wald gefunden, die direkt auf eine Fährte zu fortführender Klarheit offenbart.

Substanz 3: Vertrauen und Sicherheit
Klingt doch einfach: Persönliche Informationen bedürfen der persönlich empfundenen Übertragung und vertrauliche Informationen bedürfen einer vertraulichen Übertragung; so ergibt sich unmißverständlich Vertrauen und Sicherheit.
Zum Ersten könne also gesagt sein das die persönliche Übertragung zwischen den Menschen nur von „Herz zu Herz“ geschehen könne, d.h. im Sein des vollumfänglichen Leib und Bewusstseinskomplexes, der sich miteinander in Form der Personen verbindet. Persönliche Informationen niederzubrechen auf unpersönliche Übertragung kann vielleicht auch bedeuten, das sich Kommunikationspartner mit ihren Herzen voneinander entfernen und sich von maschinellen Regeln leiten ließen, die sich mittels Ursachen- und Wirkketten in in Matrizen aus Nullen und Einsen betten. Der menschliche Teil schlummert während die Regeln seiner weltlichen Existenz mit Argosaugen wach liegen und die wachende Hoheit übernähme. Mit welchen Mitteln nun Aufwachen? Befragen wir die einmal die Vorfahren und vernehmen eine mögliche Lösung die und zuflötet das wir mit dem was zur Liebe bewegt, dem Argos einmal die Geschichten der Übertragung von Herz zu Herz erzählen und ihn damit einschläfern. Lassen wir das doch ersteinmal auf uns wirken.
Zum Zweiten könne gesagt sein, das zumindest einmal die Frage erlaubt sein dürfe wie es verstanden werden soll, wenn sich innerhalb eines Informationskanals bzw- mediums Informationen finden ließen, die jenes Medium selbst als potentiell unsicher beschrieben. Wenn besipielsweise das Ding des Internets sich durch immanente Informationen selbst als unsicher beschreibt, wie stelle sich die Nutzung dieses Dings dann in Bezug auf persönliche und vertrauliche Informationen dar? Vielleicht fahrlässig, ignorant oder kühn? Wie dem auch sei, wir haben eine dritte Substanz ausfindig gemacht und sacken die intuitiv und ohne Zweifel einfach mal ein, weil unser Herz zu flöten beginnt.

Substanz 4: Zweifelsfreiheit
Verwirklichtes Vertrauen und verwirklichte Sicherheit führen auf den zweifelsfreien Weg; bei vollkommender Übereinstimmung von Landkarte und Gebiet. Wobei jene Zweifelsfreiheit nicht darin bestünde einen latenten Zweifel durch Stärke abzuwehren, sondern ihn vielmehr im Sinne einer nicht ermöglichten Verwirklichung einfach mal nicht existent sein zu lassen. Der Zweifel schlummert zusammen mit Argos auf einer wohlgeordneten Matrizen-Matraze, die ihm so passgenau und komfortabel säuseln lässt das er nicht daran denkt auch nur eines seiner Augen zu regen. Dort wo sich das Vertrauen und die Sicherheit in der Kommunikation derart zu verdichten verstehen, das sie sich als eins verstehen, dort sind Frage und Antwort beiderseits zugegen, während sie sich natürlich und ohne Möglichkeit zum Fehl zu gleichen Teilen ineinander weben.
Ahh ja, also auch das noch rein in den prallen Beutel und fötend ab in die Küche: Alles zusammenschütten. Umrühren. Schlucken. MMhh lecker…

Risiken und (Neben)wirkungen
Die Medikation bewirkt einen Kreislauf aus Dreierlei. Risiken werden zu Nebenwirkungen; aber daneben liegt sowieso nichts mehr.
1. Die Zielerreichung des Informationsaustausches als messbares bzw. kategorisierbares Resultat für die unzähligen Fragen der wahrgenommenen Welt (aka: die Matraze des Argos).
2. Der liebende und miteinander gehende, sichere Weg von Menschen als wesentliches und verkörpertes Sein (zu erkennen durch: Flöten im Herz).
3. Die fortwährende Übung des Lebens mit der Informationsgeber und Informationsnehmer im Rahmen einer Kommunikationspartnerschaft ihre Welt bewirken, sich zu gleichen Teilen beieinander als auch individuell verstehen und in derartiger Entsprechung weiterentwickeln und dabei immer wieder nahtlos und intuitiv an Eins und Zwei anzuknüpfen verstehen (Doktor und Patient meinten dazu unisono: „Einfach einmal und fortan immer wieder richtig machen; wieso weiß ich aber auch nicht“).

Bilder: Unsplash (CC0)

Weiterführende Informationen: -

“Warum ferne Ziele suchen wenn es sich auf dem Weg findet?”